Toolbox on Tour – Halt No. 3

Am 9. Juni 2018 fand in NRW die dritte Schulung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im THW Ortsverband Neuss statt. Dabei nahmen 18 Ehrenamtliche der THW-Jugend NRW aus 13 Ortsverbänden teil. In der fast 10-stündigen Schulung lernten die Teilnehmer/-innen die verschiedenen Bestandteile der Toolbox kennen.

So wurden vier Erklärfilme zu ganz unterschiedlichen Themen der THW-Jugendverbandsarbeit gedreht. Am Nachmittag ging es dann um das Planspiel „Ich bleib dabei“, bei dem die Teilnehmenden sich mit der interkulturellen Öffnung im fiktiven Ortsverband Wattelhausen auseinandergesetzt haben. Zudem lernten die Teilnehmenden verschiedene Warm-Ups und Übungen für den Jugenddienst kennen. Dank dem gastgebenden Ortsverband konnten die Teilnehmenden sich in verschiedenen Räumen und auf dem Gelände aufhalten ebenso für das leibliche Wohl war gesorgt.

Am Ende der Tage stand für alle fest: Ein toller Tag und eine spannende Toolbox, die in den Ortsjugenden ausgiebig eingesetzt werden soll. Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und ihre Jugendlichen haben außerdem die Möglichkeit, ein Jahr lang die Bestandteile der Toolbox online zu bewerten und so dem Projekt „anders statt artig“ ein Feedback zu geben. So können einzelne Dinge nochmals verändert oder angepasst werden.

Von März bis Juni 2018 nahmen 88 Freiwillige der THW-Jugend NRW an den Schulungen zur Toolbox teil. In 42 Ortsverbänden und 10 Regionalstelle des THW ist die Toolbox nun im Einsatz. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage bietet das Modellprojekt eine Schulungen auf dem Landesjugendlager im Juli 2018 sowie und eine weitere Bezirksschulung im Frühherbst 2018 an (Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben).

Alle Informationen zum Projekt und zu aktuellen Terminen gibt es hier und auf Facebook.

Toolbox on Tour – Halt No. 2

Am 28. April 2018 fand in NRW die zweite Schulung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im THW Ortsverband Witten statt. Dabei nahmen 31 Ehrenamtliche der THW-Jugend NRW aus 17 Ortsverbänden teil. In der fast 10-stündigen Schulung lernten die Teilnehmer/-innen die verschiedenen Bestandteile der Toolbox kennen, die im Projekt „anders statt artig“ entwickelt wurde.

Es wurden während der Schulung z. B. sechs Erklärfilme zu ganz unterschiedlichen Themen der THW-Jugendverbandsarbeit gedreht. Mit dem Planspiel „Ich bleib dabei“ setzten sich die Teilnehmenden mit dem fiktiven Ortsverband Wattelhausen auseinander. Zudem lernten die Teilnehmenden verschiedene Warm-Ups und Übungen für den Jugenddienst kennen. Dank dem gastgebenden Ortsverband konnten die Teilnehmenden sich in verschiedenen Räumen und auf dem Gelände aufhalten und für das leibliche Wohl war ebenso gesorgt.

Am Ende stand für alle fest: Ein toller Tag und eine spannende Toolbox, die in den Ortsjugenden ausgiebig eingesetzt werden soll. Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und ihre Jugendlichen haben außerdem die Möglichkeit, ein Jahr lang die Bestandteile der Toolbox online zu bewerten und so dem Projekt „anders statt artig“ ein Feedback zu geben. So können einzelne Dinge nochmals verändert oder angepasst werden.

Das Modellprojekt ist im Juni 2018 weiter in NRW auf Schulungstour und so wird die Toolbox noch weitere Ortsjugenden des THW erreichen.

Toolbox on Tour – Halt No. 1

116 Tage nach der letzten „Methodenwerkstatt“ war das Projekt „anders statt artig“ wieder auf Tour in Nordrhein-Westfalen. Diesmal im Gepäck: die fertige Toolbox für interkulturelles Lernen.

Gemeinsam mit fast 100 Jugendlichen und Erwachsenen der THW-Jugend NRW und Teamerinnen und Teamern des AdB wurden ein Jahr lang Spiele, Übungen und Methoden erarbeitet und getestet. Dabei wurde fachtechnisches Wissen der THW-Jugend mit Themen der politischen Bildungsarbeit verknüpft. Neue Ideen rund um Vielfalt und Toleranz entstanden und wurden nun für die Jugendverbandsarbeit sowie politische Bildungsarbeit aufbereitet.

Mithilfe von sechs Spielen können ab sofort sowohl Ehrenamtliche der THW-Jugend NRW als auch politische Bildner/-innen des AdB neue Ideen in ihre Jugenddienste und Seminare bringen und sich auf andersartige Weise mit Themen der Interkulturalität auseinandersetzen. Neben einer Funk-Rallye, gibt es Brett- und Planspiele, ein Toolkit für das Drehen von Erklärfilmen und ein Taschenhandbuch.

Am 16. und 17. März 2018 fanden in NRW die ersten Schulungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Heiligenhaus und Detmold statt. Dabei nahmen 14 hauptamtliche Mitarbeiter/-innen aus den THW-Regionalstellen und 26 Ehrenamtliche der THW-Jugend NRW aus 13 Ortsverbänden teil. In der fast 10-stündigen Schulung lernten die Teilnehmer/-innen die verschiedenen Bestandteile der Toolbox kennen. So wurden neun Erklärfilme gedreht, wurde das Brettspiel getestet und haben sich die Teilnehmenden in einem Planspiel mit dem fiktiven Ortsverband Wattelhausen auseinandergesetzt. Zudem lernten die Teilnehmenden verschiedene Warm-Ups und Übungen für den Jugenddienst kennen. Dank weiterer freiwilliger Helfer/-innen war auch für das leibliche Wohl bei den Schulungen gesorgt.

Am Ende der Tage stand für alle fest: Ein toller Tag und eine spannende Toolbox, die in den Ortsjugenden ausgiebig eingesetzt werden soll. Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und ihre Jugendlichen haben außerdem die Möglichkeit, ein Jahr lang die Bestandteile der Toolbox online zu bewerten und so dem Projekt „anders statt artig“ ein Feedback zu geben. So können einzelne Dinge nochmals verändert oder angepasst werden.

Das Modellprojekt ist im April und Juni 2018 wieder in NRW auf Schulungstour und so wird die Toolbox weitere Ortsjugenden des THW erreichen.

Methodenwerkstatt #5 – „Lasst die Spiele beginnen“

Das Finale der Reihe „Methodenwerkstätten“ war für die 40 Teilnehmenden der THW-Jugend ein absolutes Highlight! In der Jugendbildungsstätte Kaubstraße in Berlin fand vom 17.–19. November 2017 die letzte Seminarveranstaltung von „anders statt artig“ in diesem Jahr statt. Die Mitglieder der THW-Jugend reisten dafür aus Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Niedersachsen an und lernten so direkt neue (Jung-)Helfer/-innen aus den anderen Landesverbänden kennen.
Das Motto des Wochenendes lautete: „Lasst die Spiele beginnen“. In vier verschiedenen Workshops hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, unterschiedliche Spiele und Methoden im Bereich des interkulturellen Lernens auszuprobieren. Zwei Planspiele und ein Brettspiel, welche in vorherigen Methodenwerkstätten entwickelt wurden, standen dabei zum Test bereit. Des Weiteren stellte das Partnermodellprojekt der THW-Jugend Sachsen neue interkulturelle Spiele für den Jugenddienst vor. Bei einer Domino-Challenge konnten die (Jung-)Helfer/-innen ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Neben dem thematischen Workshopprogramm, erkundeten die Teilnehmenden bei einem historisch-politischen Citybound die Hauptstadt auf außergewöhnlichen Wegen und an teils unbekannten Orten. Von Schöneberg über Neukölln bis hin nach Treptow pendelten die Kleingruppen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ein gemeinsamer Zwischenstopp an der Weltzeituhr am Alexanderplatz und eine Kaffeepause in der Geschäftsstelle des AdB e. V. rundeten den Ausflug durch Berlin ab.
Das Jahr 2017 stand ganz im Zeichen der Entwicklung von fünf Produkten für die interkulturelle Toolbox, die im kommenden Jahr im Rahmen von Bezirksschulungen in ganz Nordrhein-Westfalen sowie in Gremien des AdB vorgestellt und den dort Teilnehmenden überreicht wird.
„anders statt artig“ blickt zurück auf spannende Seminarwochenenden mit insgesamt 93 Teilnehmenden von 14 bis 63 Jahren in fünf Bildungsstätten des AdB. Gemeinsam mit sieben Teamer/-innen aus dem AdB-Netzwerk und der politischen Bildungslandschaft gelang das Experiment, fachtechnisches Wissen der THW-Jugend mit Themen der politischen Bildungsarbeit zu kombinieren und daraus Neues entstehen zu lassen. Eine Funk-Rallye zu interkultureller Kommunikation, ein Brettspiel zu Flucht und Katastrophenhilfe, zwei Planspiele zu Interkultureller Öffnung und Partizipation im Jugendverband, ein Toolkit zum Drehen von Erklärfilmen sowie ein TaschenHandBuch mit Übungen für den Jugenddienst/die Gruppenstunde zeigen die Vielfalt von Methoden interkulturellen Lernens.

WIR FREUEN UNS EUCH DIE TOOLBOX BEI SCHULUNGEN IN NRW AB MÄRZ 2018 VORZUSTELLEN!          

Methodenwerkstatt #4 „Tolerant + Hilfsbereit + Weltoffen = Für Vielfalt und gegen Vorurteile“

Vom 9. bis 10. September 2017 fand die Methodenwerkstatt #4 im K13 Gästehaus auf dem historischen Gelände „Vogelsang Internationaler Platz“ im Nationalpark Eifel statt. Ein Wochenende lang ging es um die Auseinandersetzung mit Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus. Ziel war es, kurze Videos zu erstellen, die sich diesen Denkmustern und Handlungen entgegenstellen und für Toleranz und Vielfalt bei der THW-Jugend NRW, aber auch darüber hinaus, werben.
Die Freiwilligen aus zwei THW Ortsverbänden (Altena und Neuss) lernten zunächst durch verschiedene Übungen und Methoden die Eigenschaften und Mechanismen von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus kennen. Oftmals geschieht die Kategorisierung von (fremden) Menschen unbewusst und wird nicht hinterfragt. Schaut man jedoch genauer hin, bemerkt man meist, dass man nur einen (Bild-)Ausschnitt wahrgenommen hat und die jeweilige Person mehr ist als nur ein Eindruck oder ein bestimmtes äußerliches Merkmal. Anhand des Rollenspiels „Abigale und William“ (dramatische Liebesgeschichte) wurde deutlich: Je mehr wir von den einzelnen Charakteren erfahren, desto mehr überdenken wir unsere Bewertungen der Menschen und ihrer Handlungen. Die Teilnehmenden hatten hier die Aufgabe, als „Ethikrat“ die Handlungen der Charaktere zu benoten und somit eine Wertung über deren Verhalten abzugeben. Anhand der wenigen vorliegenden Informationen kam es zu vorschnellen Verurteilungen dieser Menschen. Dies begegnet uns auch im Alltag.
Neben dem Erkennen und Hinterfragen dieser Wahrnehmungsmechanismen gehört es auch dazu, sich klar zu positionieren und sich bspw. rassistischen Äußerungen entschieden entgegenzustellen. Daher entwickelten die Teilnehmenden der Methodenwerkstatt #4 gemeinsam mit den Teamern Mohammed-Ali Saidi und Benjamin Lambeck drei Videos, in denen sie ihrem Verbandsmotto „tolerant – hilfsbereit – weltoffen“ Leben einhauchen und durch Beispiel zeigen, für welche Werte und Handlungen ihr Jugendverband steht. Hierbei konnten die Teilnehmenden ganz praktisch ihre filmischen Fähigkeiten ausprobieren und sich an den Formaten Stop-Motion-, Stand- und Explainity-Video versuchen.
Die Methodenwerkstatt #4 fand an einem historisch-politisch bedeutsamen Ort statt: auf der ehemaligen NS-Ordensburg „Vogelsang Internationaler Platz“. Bei einer Geländeführung konnten die Teilnehmenden die Geschichte des Ortes anhand von Fotoaufnahmen und der Besichtigung einzelner Gebäude „hautnah“ erleben. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden hier über 400 sogenannte „Ordensjunker“ als Führungselite unter Adolf Hitler ausgebildet. Die Indoktrination der Schüler und die dahinter stehende Rassenideologie wurden hier über Jahre gelehrt, den Schülern vorgelebt bzw. immer wieder durch Statuen des sogenannten „Herrenmenschen“ vor Augen geführt. Die Ortsbegehung wurde am zweiten Tag in der Seminargruppe noch lange diskutiert, zeigt sie doch, wohin Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus führen können bzw. in der Vergangenheit geführt haben.
Die erstellten Videos werden auf dem YouTube-Kanal der THW-Jugend ab Mitte September präsentiert und können als Ideen für weitere Videos der Jugendgruppen der THW-Jugend dienen.

Methodenwerkstatt #3 „Mein OV in der Zukunft“

Vom 8. bis 9. Juli 2017 veranstaltete das Modellprojekt „anders statt artig – Kreative Ideen für interkulturelles Lernen“ die Methodenwerkstatt #3 in der Jugendbildungsstätte Welper in Hattingen. Gemeinsam mit den Teamern Björn Warkalla und Alexander Kuschel von planpolitik GbR aus Berlin entwickelten 19 Teilnehmende der THW-Jugend NRW zwei Tage lang verschiedene Szenarios für Planspiele rund um das Thema „Mein Ortsverband in der Zukunft“.
Die Freiwilligen aus vier Ortsverbänden und dem Landesverband NRW testeten zunächst die Methode „Planspiel“ durch das Beispiel „Interkulturelles Fußballturnier“ und lernten dadurch die Methode, den Verlauf und die Auswertung direkt kennen. Ausgehend von dieser Spielerfahrung lernten die Teilnehmenden verschiedene Aspekte der Planspielentwicklung kennen und konnten sich so auf die bevorstehende Tüftlerzeit am Nachmittag vorbereiten. Dann hieß es nämlich, in Kleingruppen an einer Idee arbeiten: Szenario und Rollen schreiben, überlegen wie viele Personen das Spiel spielen können, die Spieldauer festlegen uvm.
Am ersten Abend gab es dann bereits eine kurze Präsentation der einzelnen Gruppen, sodass alle Teilnehmenden den Fortschritt der verschiedenen Entwürfe mitverfolgen und sich gegenseitig beraten konnten. Bei einem gemeinsamen Grillabend mit der Johanniter-Jugend und einer Wanderung zur Burg Blankenstein ging der erste Seminartag zu Ende.
Der zweite Seminartag stand unter dem Motto „Finale“. Die Kleingruppen arbeiteten auf Hochtouren an der Fertigstellung ihrer Planspielentwürfe. Eines der drei fertiggestellten Planspiele wurde dann am Nachmittag als Testspiel mit den Teilnehmenden durchgeführt.
Nach diesem Wochenende werden die Teilnehmenden über eine Online-Plattform an ihren Planspielentwürfen weiterarbeiten und weitere Ideen einbringen. Eines der Planspiele wird dann fertig ausgearbeitet und Teil der interkulturellen Toolbox des Projekts „anders statt artig“.
Das Planspiel bietet Jugendlichen und Erwachsenen in der THW-Jugend die Möglichkeit sich in ein Szenario hineinzubegeben und miteinander spielerisch zu diskutieren, welche Entwicklungen es in Zukunft in ihren Ortsverbänden geben wird. Sei es sinkende Mitgliedszahlen, die Ansprache neuer Zielgruppen oder die Zusammenarbeit zwischen der Jugend und dem Ortsverband. So kann über die Methode Planspiel partizipativ gelernt und Diskussionskultur gefördert werden.

„anders statt artig“ zu Gast auf dem Bezirkslager der THW-Jugend in Detmold

Vier Tage hautnah THW-Jugend erleben, das konnte Tabea Janson vom Projekt „anders statt artig“ am Pfingstwochenende in Detmold. Der THW-Geschäftsführerbereich Bielefeld lud zum Zeltlager ein und knapp 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus neun Ortsverbänden der THW-Jugend Nordrhein-Westfalen und zwei Jugendgruppen der Feuerwehr Detmold kamen auf das Gelände der Geschwister-Scholl-Schule in Detmold, um gemeinsam viele verschiedene Angebote zu besuchen und Übungsmöglichkeiten zu testen. Durch das Projekt „anders statt artig“ wurden dabei eine Vielzahl von Mitmach-Spielen eingebracht und Gespräche über das Engagement und die Motivation der Jugendlichen und Erwachsenen angeregt.
Am Anreisetag wurden fleißig Zelte und Feldbetten aufgebaut, die Feldküche instand gesetzt und das Gelände mit Strom versorgt. Dort konnten die Junghelfer/-innen bereits ihre erlernten Fähigkeiten in Sachen Teamwork und technischem Verständnis unter Beweis stellen. Am Samstag folgte dann eine Stationsausbildung. An acht Stationen konnten die Kinder und Jugendlichen bspw. das Abstützen einer Hauswand mit dem Einsatzgerüstsystem (EGS) und dem Abstützsystem Holz (ASH) sowie das Bewegen und Sichern von Lasten üben, aber auch andere fachtechnische Aufgaben meistern. Am Stand von „anders statt artig“ wurde ein Vielfaltswikingerschach künstlerisch gestaltet und das Spiel „Teamkran“ gebaut. Tabea Janson hatte zudem verschiedene Spiele aus dem erlebnispädagogischen Bereich mit dabei und ermöglichte den Teilnehmenden, diese kennenzulernen. Ein weiterer Schwerpunkt am Stand war es, dem Motto der THW-Jugend „tolerant – hilfsbereit – weltoffen“ nachzugehen und mit Kindern und Jugendlichen über ihre Gründe für ein Engagement in der THW-Jugend ins Gespräch zu kommen. Dabei gestalteten die (Jung-)Helfer/-innen ihre eigenen Miniatur-Einsatzfahrzeuge. So entstand eine „Engagementflotte“, die die Begeisterung für das ehrenamtliche Engagement und die Werte des Jugendverbands verdeutlichen. Die fertiggestellten Teamspiele wurden am Abend direkt auf dem Sportplatz ausprobiert.
Am Samstagabend folgte dann das Highlight des Zeltlagers: Eine Nachtübung auf dem Gelände der Generalfeldmarschall Rommel Kaserne Augustdorf. Alle Teilnehmenden waren mit Einsatzausrüstung und Fahrzeugen vor Ort, um mehrere vermisste Personen nach einer Unwetterlage zu suchen und zu retten. Am Sonntagvormittag stand dann das „Spiel ohne Grenzen“ auf dem Programm. An fünf Stationen galt es, Aufgaben zu meistern und Punkte zu sammeln. Es mussten Kegel mit einer am Feuerwehrkran befestigten Boje abgeworfen werden, eine Legofigur per Funk nachgebaut sowie ein Spinnennetz und ein Lavafeld überquert werden. Am Nachmittag ging es dann in die Innenstadt von Detmold zur Stadtrallye, die zwei Junghelfer/-innen mit raffinierten Fragen, deren Antworten die Jugendlichen nicht im Internet finden konnten, vorbereitet hatten. Die verschiedenen Teams erfuhren so viele außergewöhnliche Details über die Stadt Detmold. Am Abend lud „anders statt artig“ dann noch zu einem Spieleabend in der Mensa der benachbarten Schule ein, wo die angefertigten Spiele ausprobiert und andere Spiele wie das Bauen von Zuckerwürfeltürmen und ein Faktensetzer-Memory gespielt werden konnten. Am Montagmorgen waren zur Verabschiedung der Bürgermeister der Stadt Detmold, Rainer Heller, sowie die Geschäftsführerin der THW-Geschäftsstelle Bielefeld, Christiane Viehweger, zu Gast und bedankten sich bei allen Organisatorinnen und Organisatoren für die gute Zusammenarbeit zwischen der THW-Jugend, der Jugendfeuerwehr sowie dem Deutschen Roten Kreuz in Detmold. Der Dank ging auch an das Projekt „anders statt artig“. Besonders die Unterstützung im Hinblick auf Spiele und Methoden wurden hervorgehoben.

Methodenwerkstatt #2 „Flucht und Migration – Das THW im Einsatz in Krisengebieten“

Am 6. Mai 2017 fand die Methodenwerkstatt #2 im Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick statt. Gemeinsam mit dem Spieleentwickler Thomas Pabst entwickelten 14 Freiwillige der THW-Jugend NRW zwei Tage lang im Grünen die inhaltlichen Grundlagen für ein Brettspiel rund um die Themen Flucht, Migration und Katastrophenhilfe. Doch was haben Auslandseinsätze des THW mit Menschen auf der Flucht und politischer Bildungsarbeit zu tun?
Spannende Einblicke in die verschiedenen Aufgaben und Herausforderungen der Katastrophenhilfe des THW im Ausland bot der bilderreiche Vortrag von Markus Mexner. Der erfahrene THW-Helfer berichtete von seinen Auslandseinsätzen in Haiti und Äthiopien. Gemeinsam mit seinem Team hat er sich im Erdbebengebiet von Port-au-Prince um die Trinkwasseraufbereitung gekümmert. In Äthiopien galt es, das UNHCR technisch zu unterstützen, um den Aufbau von Flüchtlingscamps zu koordinieren und die Versorgung der Bewohner/-innen mit Trinkwasser zu gewährleisten. Motivation, Teamwork und die gute Vernetzung mit anderen Hilfsorganisationen und Behörden sind dabei wichtige Faktoren, um einen Einsatz erfolgreich durchzuführen. Nur so können die elementaren Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Schlafen) von Menschen in Not befriedigt und die Situation vor Ort verbessert werden, damit diese Menschen nicht gezwungen (weiter zu) fliehen.
Naturkatastrophen, Hungersnot, Krieg – es gibt unzählige Gründe, warum Menschen auf der ganzen Welt aus oder in ihren Heimatländern fliehen müssen. Die Teilnehmenden konnten sich durch eine umfangreiche Presseschau über Fluchtursachen und -auswirkungen, über Zahlen zu weltweiten Entwicklungen sowie Gefahren auf den Fluchtrouten informieren. Besonders eindrücklich waren die persönlichen Geschichten der Menschen und die daraus ersichtlichen existenziellen Bedürfnissen von Menschen in Notsituationen. Es wurde eifrig diskutiert und an einer Pinnwand wurden alle Gedanken und Informationen zu Flucht, Migration und Katastrophenhilfe in einer Tabelle zusammengetragen, sodass Verknüpfungen zwischen den drei Themenfeldern sichtbar wurden.
Nach der intensiven Wissens- und Lernphase folgte dann der praktische Teil des Wochenendes. Thomas Pabst stellte den (Jung-)Helfer/-innen die Idee und das Szenario des Brettspiels vor: Das Zusammenwirken von Katastrophenhelfer/-innen und Menschen mit Bedürfnissen in Katastrophengebieten bilden den Kern des Spiels. Es geht um Strategie, Technik und Teamwork, um gemeinsam die Einsätze zu meistern und Menschen zu helfen. Die Teilnehmenden waren von Beginn an begeistert. Bis Sonntagmittag wurden in Kleingruppen verschiedene Einsatzszenarien ausgearbeitet, sodass zum Abschluss der Methodenwerkstatt eine Vielzahl von Einsätzen, Ereignissen, Materialien und Ideen von den Mitgliedern der THW-Jugend NRW präsentiert werden konnten.
Nun heißt es für Thomas Pabst, das Spiel entstehen zu lassen. Bei einem Testtag im Oktober 2017 werden die Teilnehmenden der Methodenwerkstatt #2 den Prototypen dann als erste Spieletester ausprobieren können. Danach folgen weitere Tests in anderen Ortsverbänden und Spielgruppen, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen und deren Meinungen zu erfassen. So entsteht ein Brettspiel, das in der politischen Bildung und der Jugendverbandsarbeit eingesetzt werden kann. Der Versuch, Katastrophenhilfe und Flucht miteinander in Verbindung zu bringen und eine neue Perspektive auf das globale Phänomen Flucht einzunehmen, ist geglückt. Die Methodenwerkstatt #2 hat gezeigt, dass es sich lohnt, gewohnte Wege des Seminarformats zu verlassen und in einem offenen und partizipativen Prozess gemeinsam auf Augenhöhe zu lernen und zu arbeiten.

Testtag #1 „Funk-Rallye im OV Altena“

Am 23. April 2017 war es endlich soweit: Über 30 Jugendliche und Erwachsene aus den THW-Ortsverbänden Altena, Dortmund und Moers testeten gemeinsam mit der Projektleitung Tabea Janson in Altena eine Auswahl der 12 Stationen der entwickelten Funk-Rallye zum Thema „Interkulturelle Kommunikation“. Der Ortsbeauftragte Frank Herbel arbeitete zusammen mit seinen Jugendlichen und Aktiven der THW-Jugend über Wochen an der Organisation der Funk-Rallye und an der Einbindung der Gegebenheiten vor Ort. So führte die Route entlang der Lenne, vorbei am Gustav-Selve-Denkmal, durch die Wälder des Märkischen Kreises.
Zur Mittagspause kamen dann der Altenaer Bürgermeister, Dr. Andreas Hollstein, ein Vertreter des Jugendhilfeausschusses, Uwe Kober, sowie die CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser zu Besuch. Die Gäste staunten nicht schlecht, als die Teilnehmenden an einer der Stationen in Teamarbeit zwei Leonardo-Brücken bauten, die nur durch ein Stecksystem aus Holzbrettern stehen kann. Der Bürgermeister der Stadt Altena steuerte für das Gelingen des Tages Eintrittskarten für die Burg und Fahrtkarten für die Benutzung des Erlebnisaufzuges zur Burg bei. So konnten die Teilnehmenden am Nachmittag noch die Ausstellung rundum die Geschichte der Burg und der Umgebung besuchen und von den Burgtürmen in das Lennetal blicken.
Nach diesem ereignisreichen Tag wurden alle Stationen auf einer Skala bewerten. Dabei wurde deutlich, dass viele der Stationen bereits gut ausgearbeitet sind, an der einen oder anderen Stelle aber auch noch Veränderungen nötig sind, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Diese Ergebnisse des ersten Testlaufs fließen in die Überarbeitung der Broschüre, in der die Stationen beschrieben werden, ein.
Weitere Tests folgen …
previous arrow
next arrow
Slider

Methodenwerkstatt #1 „Interkulturelle Kommunikation“

Was passiert, wenn man die Themen Funken, Kartenkunde und interkulturelle Kommunikation miteinander in Verbindung bringt? Dieser Frage sind 12 Mitglieder der THW-Jugend Nordrhein-Westfalen in der Methodenwerkstatt #1 des Projekts „anders statt artig“ auf den Grund gegangen. In der ruhigen und grünen Umgebung der AdB-Mitgliedseinrichtung Haus Neuland drehte sich am Samstag, 4. März 2017, für die Teilnehmenden einen Tag lang alles um das Reden übers Reden. Gemeinsam mit den Teamerinnen Tabea Janson (AdB) und Hannah Farber (Haus Neuland) wurden Koordinaten gesucht, Funkgeräte getestet und über verschiedene Formen der (interkulturellen) Kommunikation diskutiert. Durch Übungen und Spiele erhielten die Teilnehmenden Anregungen für die Arbeit mit ihren Kindern und Jugendlichen im Jugendverband. Das Highlight des Tages war die Entwicklung einer Funk-Rallye. In Kleingruppen wurden Stationen ausgearbeitet und die Seminarinhalte direkt in die praktische Arbeit der Jugendgruppen vor Ort umgesetzt.Dank der entspannten Atmosphäre im Teutoburger Wald fuhren die Teilnehmenden mit vielen positiven Eindrücken zurück in ihre Ortsverbände – ein erfolgreicher Tag an dem das Experiment „Verknüpfung von fachtechnischem Wissen und politischer Bildungsarbeit“ geglückt ist.

previous arrow
next arrow
PlayPause
Slider